10 Effektive Übungen gegen Nackenschmerzen
Aktualisiert am 11.09.2025
Nach dem dritten Videocall in Folge wird der Kopf schwer, die Schultern schmerzen und der Nacken ist verspannt wie ein gespanntes Seil. Wer viel am Schreibtisch sitzt, kennt dieses Gefühl. Doch gute Nachrichten: Schon wenige Minuten Bewegung pro Tag können den Unterschied machen – vorausgesetzt, es sind die richtigen Übungen.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Übungen helfen bei Nackenschmerzen im Büro oder Homeoffice?
- 1. Nacken mobilisieren: Kopfkreise und liegende Acht
- 2. Seitliche Nackendehnung im Sitzen
- 3. Doppelkinn-Übung: Haltung trainieren
- 4. Schulterheben gegen Spannungen zwischen Schulterblättern
- 5. Brustmuskulatur dehnen für aufrechte Haltung
- 6. Isometrische Nackenkräftigung: Hand gegen Kopf
- 7. Schulterblatt-Mobilisation im Sitzen
- 8. Katzenbuckel & Pferderücken: Mobilisation für die ganze Wirbelsäule
- 9. Armheben mit Rotation: Schulter und Nacken lockern
- 10. Wandpressen: Aktive Haltungskorrektur
- Ergänzender Hinweis zur Umsetzung im Alltag
- Unser Fazit zu effektiven Übungen gegen Nackenschmerzen
Welche Übungen helfen bei Nackenschmerzen im Büro oder Homeoffice?
Eine Kombination aus Mobilisation, Dehnung und Kräftigung kann Verspannungen im Nacken effektiv lösen, auch ohne Fitnessstudio oder spezielle Geräte.
1. Nacken mobilisieren: Kopfkreise und liegende Acht
So geht’s:
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Setz dich aufrecht auf einen Stuhl, die Schultern bleiben locker.
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Bewege den Kopf langsam in einer kreisenden Bewegung – zuerst nach rechts, dann nach links.
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Danach: Stell dir vor, mit der Nasenspitze eine liegende Acht in die Luft zu zeichnen, langsam, fließend und ohne ruckartige Bewegungen.
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Je Seite 30 Sekunden, insgesamt ca. 2 Minuten.
Diese Übung fördert die Beweglichkeit der Halswirbelsäule und kann besonders gut in kurzen Pausen durchgeführt werden.
Quelle: gelenk-klinik.de
Was bringt eine Mobilisation des Nackens?
Sie löst Bewegungseinschränkungen, verbessert die Durchblutung und bereitet Muskeln und Gelenke auf weitere Übungen vor.
2. Seitliche Nackendehnung im Sitzen
So geht’s:
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Aufrecht sitzen, den rechten Arm locker nach unten hängen lassen.
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Den Kopf sanft zur linken Seite neigen, das linke Ohr wandert Richtung linke Schulter.
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Für eine intensivere Dehnung die linke Hand leicht auf den rechten Kopfbereich legen (nicht ziehen!).
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30 Sekunden halten, dann Seite wechseln.
Diese Übung dehnt die seitlichen Nackenmuskeln und lindert Spannung, die oft durch langes Sitzen entsteht.
Quelle: doc-gegen-schmerzen.de
Wie lange sollte man den Nacken dehnen?
20–30 Sekunden pro Seite reichen aus, um eine spürbare Entlastung bei Nackenschmerzen herbeizuführen.
3. Doppelkinn-Übung: Haltung trainieren
So geht’s:
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Gerade sitzen, Blick nach vorn.
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Den Kopf sanft nach hinten ziehen, als wolle man ein Doppelkinn machen. Dabei nicht nach unten schauen!
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10 Sekunden halten, dann locker lassen.
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5 Wiederholungen.
Diese Übung hilft gegen das sogenannte „Head-Forward-Posture“, also den nach vorne geschobenen Kopf und stärkt die tiefe Nackenmuskulatur.
Quelle: aok.de
Warum ist die Doppelkinn-Übung so effektiv?
Sie kräftigt gezielt die Muskulatur, die für eine aufrechte Kopfhaltung sorgt, und beugt damit Nackenschmerzen und Fehlhaltungen vor.
4. Schulterheben gegen Spannungen zwischen Schulterblättern
So geht’s:
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Im Sitzen oder Stehen die Schultern langsam zu den Ohren hochziehen.
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Oben kurz anspannen (2–3 Sekunden), dann locker fallen lassen.
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10–15 Wiederholungen.
Diese Bewegung löst Muskelspannungen zwischen Nacken und Schultern, ein Bereich, der besonders unter Schreibtischarbeit leidet.
Quelle: liebscher-bracht.com
Wie oft sollte man Schulterübungen machen?
Mehrmals täglich – idealerweise in kurzen Pausen, um Spannung gar nicht erst aufkommen zu lassen.
5. Brustmuskulatur dehnen für aufrechte Haltung
So geht’s:
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Stelle dich in einen Türrahmen, die Ellenbogen etwa auf Schulterhöhe an die Rahmeninnenseiten.
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Trete mit einem Bein leicht nach vorne und neige den Oberkörper langsam durch den Türrahmen.
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Du solltest die Dehnung in der Brust und im vorderen Schulterbereich spüren.
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30 Sekunden halten, langsam lösen. 2 Durchgänge pro Seite.
Diese Dehnung öffnet die Brust und hilft, eine aufrechte Haltung einzunehmen, was indirekt den Nacken entlastet.
Quelle: gelenk-klinik.de
Was bringt eine Brustdehnung als Übung gegen Nackenschmerzen?
Eine offene Brusthaltung verhindert das Einsinken der Schultern und damit auch Zugspannung im Nackenbereich.
6. Isometrische Nackenkräftigung: Hand gegen Kopf
So geht’s:
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Die rechte Hand an die rechte Schläfe legen und den Kopf dagegendrücken – ohne ihn tatsächlich zu bewegen.
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Spannung 5–10 Sekunden halten, dann lösen.
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Je Seite 3 Wiederholungen.
Diese Übung gegen Nackenschmerzen trainiert die stabilisierende Muskulatur im Nacken – ohne Bewegung, also besonders gelenkschonend.
Quelle: liebscher-bracht.com
Was ist eine isometrische Übung?
Eine Übung, bei der die Muskeln angespannt, aber nicht bewegt werden. Ideal zur Kräftigung ohne Überlastung.
7. Schulterblatt-Mobilisation im Sitzen
So geht’s:
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Setz dich aufrecht auf einen Stuhl, beide Arme locker hängen lassen.
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Nun die Schulterblätter bewusst nach hinten zusammenziehen, als würdest du einen kleinen Gegenstand zwischen ihnen einklemmen.
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Diese Spannung 5 Sekunden halten, dann langsam lösen.
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10–12 Wiederholungen.
Diese Übung gegen Nackenschmerzen aktiviert gezielt die Muskulatur zwischen den Schulterblättern und hilft, Haltung und Stabilität zu verbessern.
Quelle: doc-gegen-schmerzen.de
Wie hilft die Schulterblatt-Mobilisation bei Nackenschmerzen?
Sie verbessert die Haltung und entlastet dadurch indirekt die Nackenmuskulatur, besonders bei Büroarbeit mit „Rundrücken“.
8. Katzenbuckel & Pferderücken: Mobilisation für die ganze Wirbelsäule
So geht’s:
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Geh in den Vierfüßlerstand (Hände unter den Schultern, Knie unter der Hüfte).
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Beim Einatmen den Rücken durchhängen lassen, Blick leicht nach oben („Pferderücken“).
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Zum Ausatmen den Rücken rund machen, Kinn zur Brust ziehen („Katzenbuckel“).
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8–10 langsame Wiederholungen.
Diese dynamische Bewegung hilft, Verspannungen entlang der gesamten Wirbelsäule zu lösen – vom unteren Rücken bis zum Nacken.
Quelle: aok.de
Warum wirkt die Katzenbuckel-Übung gegen Nackenverspannungen?
Weil sie die gesamte Wirbelsäule mobilisiert und dadurch Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich gleichzeitig löst.
9. Armheben mit Rotation: Schulter und Nacken lockern
So geht’s:
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Stelle dich aufrecht hin oder setze dich stabil auf einen Stuhl.
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Strecke einen Arm gerade nach vorn, dann langsam zur Seite und schließlich über den Kopf, dabei den Oberkörper leicht mitdrehen.
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Arm in einer großen Kreisbewegung wieder absenken.
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5–8 Wiederholungen pro Seite.
Diese Übung fördert die Beweglichkeit in Schulter und Nacken und verbessert die Koordination der Schultergelenke.
Quelle: gelenk-klinik.de
Wie wirken Rotationsübungen auf Schulter und Nacken?
Sie fördern die Beweglichkeit der Schultergelenke und lösen Spannungen, die durch einseitige Belastung entstehen.
10. Wandpressen: Aktive Haltungskorrektur
So geht’s:
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Stell dich mit dem Rücken flach an eine Wand. Fersen, Po, Schultern und Hinterkopf berühren die Wand.
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Die Arme in U-Form an die Wand legen (Ellenbogen auf Schulterhöhe, Hände nach oben zeigen).
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Nun Arme langsam nach oben und wieder nach unten führen, ohne den Kontakt zur Wand zu verlieren.
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5–8 Wiederholungen.
Diese Übung kräftigt die Schultermuskulatur und korrigiert eine eingerollte Haltung, ein häufiger Auslöser für Nackenschmerzen.
Quelle: liebscher-bracht.com
Warum hilft Wandpressen als Übung gegen Nackenschmerzen?
Weil es Haltung und Muskulatur gleichzeitig trainiert und Fehlhaltungen aktiv entgegenwirkt.
Ergänzender Hinweis zur Umsetzung im Alltag
Diese Übungen gegen Nackenschmerzen sind besonders dann wirksam, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden, idealerweise 2–3 Mal täglich in kurzen Bewegungspausen. Wer sich einen festen Zeitpunkt setzt (z. B. morgens nach dem Aufstehen, mittags nach dem Essen und am Nachmittag), kann sie schnell zur Routine machen.
Optional lassen sie sich auch als Stretch-Pause in Online-Meetings einbauen. Ein Format, das in vielen Tech-Teams inzwischen als „Moving Minute“ bekannt ist.
Unser Fazit zu effektiven Übungen gegen Nackenschmerzen
Nackenschmerzen müssen kein Dauerzustand sein. Wer gezielt mobilisiert, dehnt und kräftigt, kann die Ursachen direkt anpacken und nicht nur die Symptome lindern. Die Übungen in diesem Artikel lassen sich in den Arbeitsalltag integrieren, dauern nur wenige Minuten und benötigen keinerlei Ausrüstung.
Schon kleine Routinen – etwa morgens und in der Mittagspause – sorgen für spürbare Entlastung. So wie Maren im Homeoffice, die inzwischen ihre Nackenpause fest im Kalender stehen hat.
Foto: DCStudio – motionarray.com